Windows 10 ist da – Erste Erfahrungen mit der Installation und Bedienung

Windows 10

Endlich ist Windows 10 da und wie im Vorfeld bereits verkündet absolut kostenlos…zumindest für die meisten. Besitzer einer offiziellen Windows 7 oder Windows 8 Lizenz konnten sich schon im Mai in der Taskleiste für das Upgrade registrieren und seit dem 29.07.2015 hat Microsoft schrittweise mit dem Rollout begonnen.

Wer heute einen neuen PC mit vorinstalliertem Windows 8.1 kauft, wird beim ersten Start gleich zum Upgrade aufgefordert und das ist auch gut so.

Microsoft hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und endlich auf die User gehört. Mit Windows 8 wurden die umstrittenen Kacheln (Metro-Oberfläche) eingeführt, sowie das Startmenü entfernt und man musste bereits früh ein Update auf Windows 8.1 herausbringen um nicht noch mehr User zu vergraulen.

Mit Windows 10 wurden dann die Kacheln mit dem klassischen Startmenü vereint und auch die schon zu Windows 8 Zeiten gesponnenen Pläne, nur noch ein System für PC, Tablet und Smartphone zu pflegen sind endlich aufgegangen. Windows 10 funktioniert auf PC und Tablet mit jeweils unterschiedlichen Ansichten (Modi) bereits sehr gut. Lediglich Windows Phone 10 benötigt noch etwas Zeit und soll im Oktober 2015 zusammen mit neuen Smartphones erscheinen. Die öffentlichen Beta-Versionen laufen aber bereits sehr gut.

Windows 10 im Tablet-Modus

Zurück zu Windows 10: Nie war es so einfach, umzusteigen. Dennoch gibt es etwas zu beachten.

Windows 10 wird wie ein herkömmliches Windows Update behandelt. Der Download und die Installation benötigen zwar je nach Internetverbindung und Hardware einige Zeit (4 Stunden sind keine Seltenheit), dafür läuft die Installation weitestgehend automatisch, mehrere Neustarts inklusive. Zu Beginn der Installation wird man gefragt, ob ein Upgrade durchgeführt werden soll, bei dem die Apps und Daten behalten werden, oder ob eine Neu-Installation durchgeführt werden soll, bei der alle Daten und Programme gelöscht werden. Egal für welche Methode man sich entscheidet: Denken Sie vorab an eine Datensicherung!

Lt. Microsoft sollen fast alle ab Windows 7 lauffähigen Programme auch auf Windows 10 laufen. Ausnahmen wird es sicher geben und wir haben bereits festgestellt, dass einige Anti-Viren-Programme den Umstieg nicht ohne weiteres mitmachen. Die Hersteller haben aber bereits entsprechende Updates (Patches) zur Verfügung gestellt. Auch bei den Treibern sieht es ähnlich aus. Speziell Grafikkartentreiber haben in unseren Tests gezickt, so dass die neueste Version heruntergeladen werden musste.

Vereinzelt kommt es auch vor, dass die Installation des Upgrades bei einem älteren System von vornherein mit einer Meldung blockiert wird. Wir haben einen Dell Inspiron 6400 Laptop, bei dem die integrierte Grafikeinheit ATI Radeon Mobility X1400 als inkompatibel ausgewiesen wurde. Das Update konnte also gar nicht erst installiert werden.

Allerdings haben wir uns eines Tricks beholfen. Microsoft hat das Media Creation Tool zur Verfügung gestellt, mit welchem wir das Upgrade durchführen konnten und letztlich läuft auch unser betagter Dell einwandfrei. Solche Experimente sollten Sie aber nur durchführen, wenn Sie wissen was Sie tun und speziell hier ist eine Datensicherung unabdingbar. Mit diesem Tool können übrigens auch die ISO-Versionen von Windows 10 heruntergeladen werden.

Noch ein Hinweis für die User, die eine „cleane“ Installation, also eine Installation auf einer leeren Festplatte durchführen möchten:

Sie müssen vorab ein Upgrade durchführen, denn während des Upgrades wird der Serienschlüssel Ihrer alten Windows-Version in einen neuen Schlüssel umgewandelt. Sie sollten also vorab Ihre Serial auslesen und abspeichern. Dasselbe müssen Sie dann nach dem Upgrade auf Windows 10 tun. Mit diesem neuen Key sind Sie dann in der Lage, Windows 10 auf einer leeren Festplatte zu installieren und zu aktivieren. Das funktioniert allerdings lt. Micrsoft auch nur auf diesem PC. Sie können also nicht das Upgrade auf einem PC durchführen und mit der dort generierten Serial ein anderes System mit Windows bespielen.

Bei einer Neuinstallation sollten Sie die umgewandelte Serial nicht während des Setups eingeben, sondern diesen Schritt überspringen. Die Eingabe der Serial und die Aktivierung kann nach dem Setup im Menü „Aktivierung“ durchgeführt werden und sollte den lästigen Anruf bei der Microsoft Aktivierungs-Hotline überflüssig machen.

Ein einfaches aber zuverlässiges Tool zum Auslesen der Serial aus den Windows-Versionen 7 bis 10 ist z. B. der Windows Product Key Viewer, den Sie bei unseren Kollegen von Chip erhalten.

Wenn Sie Hilfe bei der Installation benötigen oder Fragen haben: Die Technik-Retter helfen Ihnen mit Rat und Tat!

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